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Ein Rückblick auf 18 Wochen Home-Office


Anne-Marie Glausch

18 Wochen. So lang ist es jetzt her, dass es uns ins Home-Office verschlagen hat. Eigentlich wollten wir uns am Freitag vor dem Lockdown zum Pitch Day in unserem Feelgood Workspace in Paderborn treffen und uns gegenseitig alle möglichen Ideen präsentieren. Pustekuchen.

 

Auch wenn wir schon vorher auf remote work und flexible Arbeitszeiten zurückgreifen konnten, war plötzlich doch einiges anders. Weg war sie nämlich – die gewohnte Routine. Plötzlich lässt man seine gewohnte Arbeitsumgebung hinter sich und nimmt die Aufgaben dauerhaft mit nach Hause. Aber so langsam geht es bei uns wieder los, immer mehr von uns sind zeitweise wieder im Büro anzutreffen, der ein oder andere Termin findet wieder in unserem Besprechungsraum statt. Wir blicken also zurück, auf eine ungewohnte Zeit und eine Umstellung des normalen Arbeitsalltag.

 

Was hat sich für uns geändert?

Durch die bereits vorhandene digitale Infrastruktur und der Möglichkeit, dass jeder Mitarbeiter remote arbeiten kann, gab es zum Glück kaum technische Probleme, langfristig auf die Arbeit aus dem eigenen zu Hause umzusteigen. Durch die Arbeit von zu Hause aus und nicht aus dem Office oder dem jeweiligen Projektstandort sind für viele von uns auch lästige Fahrtwege weggefallen. Das Ergebnis: mehr Zeit. Das hat auch Ewelina festgestellt, sie ist bei uns für den Bereich Officemanagment und Organisation zuständig und damit sonst am häufigsten im Büro anzutreffen. Für sie bedeutet Home-Office: „Mehr gemeinsame Familienzeit, gesünderes Essen und mehr Bewegung“. Die plötzliche gesunde Ernährung ist auch Janis, einem unserer Softwareentwickler aufgefallen: „Ich habe mich in den Home-Office-Wochen deutlich gesünder ernährt. Das lag aber bestimmt auch teilweise daran, dass meine Verlobte auch zu Hause war und mittags oft für uns beide gekocht hat“. 

Umso mehr Zeit wir also mit den Personen aus unserem eigenen Haushalt verbracht haben, umso schwieriger fiel uns die dauerhaft virtuelle Kommunikation innerhalb des Teams. Wir haben immer versucht das beste draus zu machen: regelmäßige Videokonferenzen gehalten, verschiedene Online-Tools zum gemeinsamen Arbeiten ausprobiert und einen täglichen „Guten-Morgen-Call“ eingeführt. Trotzdem haben wir gemerkt, dass irgendetwas anders ist und die regelmäßige Kommunikation über Videokonferenzen und Chats nicht mit echtem, sozialen Austausch gleichzusetzen ist.

Home-Office hat für uns also vor allem einen Vorteil: mehr Zeit. Mehr Zeit durch weniger Fahrtwege, mehr Zeit für gesundes Essen und Pausen nach dem eigenen Geschmack sowie eine leichtere Koordinierung von privaten und beruflichen Terminen. Diese Flexibilität kann aber auch Schwierigkeiten mit sich bringen.

 

Was haben wir gelernt?

In der Regel bringt die Arbeit im Home-Office auch eine zeitliche Flexibilität mit sich. Das kann, wie oben bereits angesprochen, einige Vorteile mit sich bringen. Auf der anderen Seite aber auch Gefahren, die wir schon zu Beginn der Corona-Pandemie in unserem Blogbeitrag „Die Remote-Knigge für den veränderten Arbeitsalltag“ gesammelt haben. Wir mussten erkennen, dass die flexible Zeitgestaltung von zu Hause aus schnell dazu verleitet, die Arbeit bis in den Abend hinein mitzutragen oder auch am Wochenende liegengebliebene Aufgaben zu erledigen. 

Wir haben erkannt, dass es notwendig ist, privates und berufliches auch im Home-Office möglichst zu trennen und den Schwierigkeiten am besten durch feste Arbeitszeiten entgegenzuwirken. Genauso hilft ein vernünftig eingerichteter Arbeitsplatz – am besten noch ein eigenes Arbeitszimmer, um diese Trennung erfolgreich zu meistern. Uns ist dabei immer wieder aufgefallen, wie wichtig ein ergonomischer und gut ausgestatteter Arbeitsplatz ist. Auch wenn man natürlich erfinderisch sein kann, so wie Jonas, der seinen Fernseher einfach mal zu einem zweiten Bildschirm umfunktioniert hat, hat ein ordentlicher Arbeitsplatz doch einige Vorteile zu bieten.

Das musste auch Janis feststellen: „In den ersten Tagen hat sich das viele Sitzen bei mir durch sporadische Rückenschmerzen negativ bemerkbar gemacht, aber nachdem ich mir einen höhenverstellbaren Schreibtisch gegönnt habe, ist das eigentlich kein Problem mehr“. Selbe Erfahrung hat auch Christian gemacht. Auch bei ihm durfte in den letzten Monaten ein höhenverstellbarer Schreibtisch einziehen.

Außerdem hat Christian festgestellt: „Ein gutes Mikrofon-Setup ist nötig, um andere Besprechungsteilnehmer nicht anzustrengen oder zu ermüden. Für mich war ein Standmikro eine gute Ergänzung, um nicht mehr angeleint zu sein. Die Kombination mit vorhandenem, kabellosen Kopfhörer sorgt für mehr Freiheit. Situativ können auch Boxen verwendet werden, wenn wenig Redeanteile erwartet sind und das Mikro wissentlich ein- und ausgeschaltet wird.“

 

Wie geht es für uns weiter?

Den größten Teil der Zeit sind wir aktuell immer noch aus dem Home-Office heraus tätig. In kleinen Gruppen und mit dem nötigen Abstand kommen wir für besondere Tage (zum Beispiel unseren InnoDay oder für einen Website Hackathon) aber gerne so langsam wieder im Office zusammen. Die gemeinsame Zeit hat uns gefehlt und uns wurde umso deutlicher, dass so ein Arbeitsalltag im Office doch einige Vorteile mit sich bringt. So schön und wichtig die Option auch ist, vom Home-Office aus zu arbeiten, umso klarer ist uns auch geworden, dass wir nicht auf unser Büro und vor allem die direkte, persönliche Interaktion im Team verzichten können.

22.07.2020




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