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Rapid Prototyping mit dem Design Sprint


Antonia Wetzler

Schneller innovativ zu sein, um neue Produkte und Services auf den Markt zu bringen, ist eine Eigenschaft, die den Erfolg eines Unternehmens in der heutigen Zeit maßgeblich bestimmt. Besonders durch die Globalisierung unterliegen Unternehmen einem starken Konkurrenzdruck und werden dadurch gezwungen kontinuierlich Innovation zu betreiben, um mit den sich schnell wandelnden Anforderungen des Marktes mithalten zu können. Es bedarf dabei jedoch einer gut und klar ausgearbeiteten Strategie, um eine möglichst hohe Erfolgsrate und damit auch erfolgreiche Innovation betreiben zu können.  

Lange Entscheidungsphasen und terminlich stark eingespanntes Personal sind Alltag in vielen Unternehmen und können die Geschwindigkeit, in der Innovation betrieben wird, stark herunterregeln. Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung innerhalb kürzester Zeit eine sinnvolle Idee zu entwickeln und diese tatsächlich am Markt zu testen. Wie schafft man es also innerhalb kürzester Zeit sinnvolle Ideen zu digitalen und physischen Produkten oder Services zu entwickeln und diese Ideen auch zu validieren?

Unsere Methode der Wahl: der Design Sprint. Eine agile Methode, bei der hoch innovative und disruptive Produktideen wie Airbnb oder Slack innerhalb von nur einer Woche entwickelt und sogar an echten Nutzerinnen und Nutzern getestet wurden. Eine Woche, die entscheidend für den Erfolg dieser Unternehmen war. Unternehmen, die ganze Branchen revolutioniert haben und andere bisher gängige Praktiken, wie die Nutzung von E-Mails, und damit auch Unternehmen, die sich nicht schnell genug an die geänderten Marktverhältnisse anpassen konnten, langfristig als Marktführer abgelöst haben.

Der Design Sprint: It’s okay to fail! But fail fast!

Doch wie genau kann man es schaffen innerhalb einer so kurzen Zeit eine Idee zu entwickeln, echtes Nutzerfeedback zu bekommen und dieses auszuwerten? Eine Woche hört sich schließlich nicht besonders lang an. 

Die Antwort darauf: Strategie. Ein fester Ablauf. Klar verteilte Rollen und ein im besten Falle interdisziplinäres Team in einem Raum. Damit schafft man es innerhalb von vier Tagen von einer Herausforderung oder einer vagen Idee zu einem getesteten Prototypen. Rapid Prototyping vom feinsten. 

Wichtig dabei ist: It’s okay to fail, but fail fast! Sind die vier Tage vorbei, hat das Team entweder eine sinnvolle Idee entwickelt und kann nächste Schritte definieren oder hat auf schnellstem und günstigem Weg herausgefunden, dass die Idee nicht weiterverfolgt werden sollte. Das spart vor allem Zeit und Geld.

Doch was macht den Design Sprint so viel besser als andere gängige agile Methoden? Nun, zum einen ist es der kurze Zeitraum und die daraus entstehenden geringen Kosten. Zum anderen ist es aber auch die Methode an sich. Ein Team mit vielen Ideen findet sich in einem Raum zusammen. Das Problem wird definiert und systematisch bearbeitet. Diskussion wird dabei bewusst unterbunden bzw. durch den Moderator moderiert. So schafft es der Design Sprint, den Input und die Vielfalt der Ideen und Lösungsansätze zu maximieren, ohne in einem Chaos von Meinung zu enden. Ein Vorteil, den das ganze Team auf einen gemeinsamen Nenner bringt.

Wie läuft der Design Sprint ab? 

Der Design Sprint dauert vier Tage. Entscheidungsträger, Experten und ein interdisziplinäres Team sowie ein Facilitator kommen in einem Workshop zusammen und durchlaufen gemeinsam einen strukturierten Prozess – von der Problemdefinition bis zur Auswertung des Feedbacks, das durch das Testen des Prototyps gesammelt wurde. Ganz ohne Störfaktoren von außen. 

Bevor es aber losgeht, müssen noch die Rollen verteilt werden. Schlüsselrollen sind der Facilitator und der Designer. Zwei Rollen, die dennoch wichtig für den Erfolg des Sprints sind. Der Facilitator oder auch Moderator genannt, sollte dabei eine externe, nicht dem Team angehörige Person sein. Warum? Eine interne Person ist meist zu voreingenommen und steuert den Workshop nach eigenen Interessen, was nicht Sinn der Sache ist. Ein Moderator sollte sich strikt an die Methodik des Design Sprints halten und bei Bedarf moderierend eingreifen. Der Designer hingegen sollte vorzugsweise ein interner Designer und Teil des diversen Teams sein. Und dann kann es losgehen!

Der erste Tag ist dazu da, Probleme und Bedürfnisse zu verstehen und Lösungsansätze zu den Herausforderungen zu generieren. Dabei nutzen wir die Macht der Stille und arbeiten ohne Diskussion an möglichen lösungsansätzen. Warum? Wir wollen uns nicht in unendlichen Diskussionsrunden verlieren, sondern konstruktiv an einem Problem arbeiten. Ziel ist es, sich nicht zu früh von negativen Einwänden ablenken zu lassen, sondern erst einmal zu probieren. Sind die Lösungsansätze generiert, geht es über zum zweiten Tag. In einem strukturierten Entscheidungsprozess werden die besten Lösungen ausgewählt und ausgearbeitet. Am dritten Tag werden Prototypen gebaut und Nutzertests vorbereitet. Am vierten Tag werden schließlich die Nutzertests durchgeführt, die dabei helfen, herauszufinden, welche Aspekte der Idee funktionieren und welche nicht. Im Anschluss wird das Feedback ausgewertet. Am Ende der vierten Tages hat man entweder einen Flawed Success oder ein Efficient Failure. 

 

Design Sprint

 

Hier ein kleines Beispiel aus einem Design Sprint mit der Weser Westfalen Energie. In einem Design Sprint im Feelgood Workspace hat das Team einen Prototyp in Form einer digitalen Beratungs-App entwickelt. Die App soll den Bürgerinnen und Bürgern helfen Bedürfnisse in der Kommune digital zu lösen. Das Team hat fleißig gebastelt und konnte schließlich am vierten Tag mit dem MVP durch die Einkaufsstraße der Paderborner Innenstadt gehen, die Idee bei Passanten testen und das Feedback der Testerinnen und Tester schließlich auswerten. Das Team der enpit hat dabei als Moderator unterstützt und den Workshop geleitet. 

 

Prototyp Design Sprint App WWE

 

Interesse geweckt?

Wir haben dein Interesse geweckt und du möchtest selbst gerne einen Design Sprint durchführen? Wir unterstützen dich als Moderator und leiten den gesamten Workshop. Mehr Infos rund um den Design Sprint findest du auf designsprint-owl.de oder nehme an unserem Webinar Let’s Talk About Design Sprint am 4. August teil.

Wenn dir vier Tage zu lang sind, ist das Design Sprint Bootcamp etwas für dich. Was in der Praxis auf 4 bis 5 Tage ausgelegt ist, durchlaufen wir innerhalb eines Tages. So lernst du die Design Sprint-Methodik im Schnelldurchlauf kennen. 

Termine für das Design Sprint Bootcamp:

  • Am 27. August 2020, 9:30 bis 17 Uhr in der Ideenwerkstatt Paderborn (Hier anmelden)
  • Am 26.November 2020, 9:30 bis 17 Uhr in der Ideenwerkstatt Paderborn (Hier anmelden)

 

Wir freuen uns auf dich!

 

03.06.2020

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